Jahreskonzert 2012 der Georgi-Bläser aus Bad Brückenau

Thomas Dill, Bad Brückenau

„Das war zwar mächtig anstrengend, hat aber auch toll Spaß gemacht. Das hin und her wechseln auf den Plätzen hat mir dabei fast nichts ausgemacht“, so die Marathonspielerin des Abends. Die 16-jährige Martina Weber ist eigentlich noch Mitglied der Fortissimo Kids. Sie spielt seit vier Jahren Saxophon und nimmt dafür seit zwei Jahren auch Einzelunterricht.

 

 

Dabei hat sie sich so gut entwickelt, dass sie seit längerem als Erste der Fortissimo Kids, die jetzt schon seit 4 Jahren zusammen spielen, auch im Hauptorchester mitspielen darf. An diesem Konzertabend war nun der Nachwuchs mit 5 Stücken ins Gesamtensemble integriert und so musste die junge Dame des Öfteren ihren Platz im Saxophonsatz des Hauptorchesters verlassen, um als einziges Saxophon die Kids zu unterstützen. Für 18 Stücke hatte sie somit Noten dabei und am Schluss des Abends sicher etwas Zahnweh von ihrem Mundstück.

 

Foto: Thomas Dill

 

 

 

Noch beachtlicher wird ihre Leistung, schaut man auf den Spielplan des Abends. Der Kenner merkte und hörte im Verlauf des Abends, dass hier ein Spitzenensemble auftrat. Nur wenige Blaskapellen im Umland wagen sich zum Beispiel an die komplette Fassung des York’schen Marsches von Beethoven oder an den italienisch beschwingten Florentiner Marsch von Fucik. Beide Stücke wurden mit Bravour gemeistert, so dass selbst der sein Orchester normal kritisch fordernde Dirigent Andreas Kleinhenz seine Musiker nach dem Konzert in den höchsten Tönen lobte.

Foto: Thomas Dill

Ansporn genug, um weiterhin schwierigste Stücke gemeinsam in Angriff zu nehmen, ungeachtet des dazu notwendigen Probenstresses.
Spontan, nur einmal geübt und mit begeisterndem Applaus belohnt, die Einlagen eines siebenköpfigen Blechbläserensembles aus den Reihen des Orchesters. Sie ließen es mit alpenländischem Bläserjazz der Gruppe Mnozil Brass, der in keine Stilschublade passt, so richtig krachen. Grund genug als Zugabe später noch eine weitere Kostprobe zu geben.

Foto: Thomas Dill

Das rasante und bunte Gemisch aus konzertanter Marschmusik und schwungvollen Musical- und Opernmelodien, was auch dem Jahreskonzert seinen Namen gab, ließ den Abend wie im Flug vergehen und macht Appetit auf die nächste, dann 23. Folge der Jahreskonzerte.

Foto: Thomas Dill